Bist du vielleicht hochsensibel?

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Bist du lautem Lärm, grellem Licht oder starken Gerüchen gegenüber sehr sensibel?

Zieht dich Schönheit an – in der Kunst, der Natur oder die Schönheit der kleinen Dingen des Lebens?

Bemerkst du blitzschnell in welcher Gemütslage sich andere Menschen befinden?

Brauchst du regelmässige Auszeiten, um zu verhindern, dass dir alles zuviel wird?

Vielleicht besitzt du den Charakterzug, der „hochsensibel“ genannt wird – ungefähr 20 % der Bevölkerung besitzen diese Veranlagung.

Ungefähr 80% meiner KlienInnen sind hochsensibel. Ich habe mich trotzdem über längere Zeit geweigert, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, weil ich keine Etikettierungen mag. Letztendlich gab ich nach, weil ich zugeben muss, dass mein Leben um so viel leichter verlaufen hätte können, wenn ich früher um diese meine „Beschaffenheit“ gewusst hätte. Vor allem aber habe ich gesehen, dass meine KlientInnen viel schneller lernen, wenn ich ihnen dieses Thema vorstelle. Meistens ist eine sofortige Erleichterung sichtbar und sie beginnen sogleich, sich selbst mehr zu schätzen.

Ich habe festgestellt, dass hochsensible Menschen besonders von meiner Arbeit profitieren, weil sie sinnlich ist; d.h. meine KlientInnen nutzen alle Sinne, um sich und dem Leben auf die Spur zu kommen. Berührung ist ein wunderbares Werkzeug, um sich wieder so richtig wohl im Kçorper zufühlen, die Antennen auszufahren und das Nervensystem zu beruhigen.

Auch wenn es darum geht, innere und äussere Ressourcen wiederzufinden, um mit schwierigen Situationen umzugehen, sehe ich immer wieder, dass hochsensible Menschen sehr intuitiv und schnell lernen.

Das gefürchtete „Überlastet oder Überreizt sein“, das so natürlich erscheint bei unseren superfeinen Antennen und das so gut mit dem englischem „overwhelmed“ beschrieben wird, begreifen wir als ganzkörperliches Erlebnis, mit dem wir mit unterschiedlichen Werkzeugen begegnen. Es wird Schritt für Schritt etwas, das beinflussbar wird und verliert seinen Schrecken.

Verletzlichkeit und Sensibilität werden in unserer Gesellschaft nicht sehr geschätzt. Das führt dazu, dass einige sehr sensible Menschen sich selbst ablehnen und anders zu sein versuchen; so, wie es manche andere Menschen haben wollen und wie es besser zum Umfeld zu passen scheint. Zu lernen, Verletzlichkeit und Empfindsamkeit zu erlauben, erfordert sehr viel Mut, fühlt sich aber für viele hochsensible Menschen wie heimkommen an.

Falls dich dieser Text anspricht, würde ich mich über eine Nachricht von dir freuen. Du kannst auch auf die Seite der Psychologin Elaine Aron schauen, die den Begriff „High sensitivity“ geprägt hat. http://hsperson.com/

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