Deinen Schatten umarmen

lisa und leela 2

 

Wir leben in einer Zeit, in der sich alles so schnell verändert, dass uns manchmal der Atem stockt.

Veränderung ist gut. Wir sollen uns auch ständig verändern, leistungsfähiger, und auch persönlich kompetenter werden.

Doch was passiert mit den Dingen in uns, die langsam sind? Die, die resistent gegen Veränderung zu sein scheinen? Was passiert mit den alten Verletzungen, mit den Teilen in uns, die sich nur langsam entwickeln, die hintenbleiben?

 

Wir wissen so viel, und doch hinken wir persönlich mit so vielem hinten nach. Wie gehen wir damit um?

 

Ich spreche hier für unsere unerwünschten Seelenanteile. Sowie wir uns um die Alten und Schwachen in unserer Gesellschaft kümmern sollten, braucht auch das Schwache, Alte, Junge, nicht Leistungsfähige in uns Aufmerksamkeit. All das in uns, das nicht unseren eigenen Anforderungen und denen der Anderen entspricht.

 

Wir brauchen ein liebevolles Erforschen unserer Seele. Ein Annehmen des Unannehmbaren. Ein Zuwenden zu dem Teil, den wir automatisch ablehnen, und der oft von Anderen abgelehnt wird.

 

Was ist es in dir, dass du schwer annehmen kannst? Dass du gerne anders hättest? Wo du nicht genügst, dich nur sehr langsam entwickelst?

 

Nein warte, zuerst:

  • Ein leichtes Lächeln in den Augen – probier das in diesem Moment aus: Bring das Lächeln in die Augen und spür es. Beschreibe mit diesem Lächeln eine deiner Schattenseiten
  • Das bringt uns zur Grundhaltung: Urteilsfrei, liebevoll, ehrlich
  • Wie spürt sich diese Seite an dir im Körper an? Atme, spür den Körper, lass das Unerwünschte da sein.

Deinen Schatten umarmen ist das, was ich dir ans Herz lege. Du kannst es auf viele verschiedene Arten machen, vertrau ganz deiner Intuition. Hol dir Hilfe, wenn es dir besonders schwer fällt. Dein Schatten  wartet schon lange darauf, dass er gesehen und angenommen wird. Vielleicht transformiert er sich dann sogar. Das liegt aber an ihm, und nicht an dir.

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